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Vor einem intensiven senfgelben Hintergrund mit einer dezenten, holzmaserungsähnlichen Struktur, wie einer bemalten Tafel oder einer alten Landkarte, windet sich eine dichte, verspielte Bildsprache. Unten links steht eine kleine, rosarote Figur mit einem anatomisch anmutenden Körper, verletzlich und doch aufrecht. Rechts davon füllt eine große, tiefblaue, wellenförmige Gestalt den Raum, die an ein Profil oder eine Hügellandschaft erinnert. Eine schwarze Linie mit spitzen Haken schlängelt sich wie Stacheldraht durch das Bild, neben einer schwarzen, brückenartigen Struktur, einer Leiter, einer Windrose und einem blauen Seestern. Oben links befindet sich eine braune, stilisierte Form mit einer Spirale und einem kleinen Symbolgitter. Oben erscheint das Wort „COOL“ in blauen Buchstaben; unten erinnern schwarze, blockartige Buchstaben an einen Stempel oder einen Geheimcode. Das Wort „COOL“ schwebt luftig und ironisch über einem Bild voller Spannung: Die Figur am unteren Rand scheint ungeschützt inmitten von Leitern, Brücken und Stacheldraht zu stehen, als suche sie einen Weg durch eine Landschaft aus Hindernissen und Zeichen. Die schwarze Linie fungiert sowohl als Grenze als auch als Pfad, und die blaue Form rechts verleiht dem Werk Gewicht und Tiefe. Die Farben sind kraftvoll und warm. Goldgelb dominiert, kontrastiert mit rötlichem Braun und tiefem Kobaltblau, und die schwarzen Pinselstriche vermitteln eine rohe, fast grafische Energie. Collage-, Malerei- und gravurartige Elemente fließen ineinander, wobei Symbole wie die Windrose, der Seestern und die Spirale jeweils ihre eigene Geschichte erzählen, ohne eine einzige, festgelegte Interpretation vorzugeben. Für den Sammler: Ein lebendiges, vielschichtiges Werk, das durch den gelben Hintergrund und das Blau schon von Weitem ins Auge fällt und aus der Nähe Details offenbart: die feine Zeichnung der Figur, die Strukturen im Gelb, die stempelartige Schrift. Eingefasst in einen schmalen, goldfarbenen Rahmen mit einem großzügigen, weißen Passepartout, kommt es in einem ruhigen Interieur wunderbar zur Geltung. Eine wertvolle Bereicherung für jeden, der Kunst mit ihrer eigenen, geheimnisvollen Bildsprache schätzt.
Elma van Haren (geb. 1954) ist eine niederländische Dichterin und bildende Künstlerin. Sie studierte an der Kunstakademie in ’s-Hertogenbosch unter anderem bei Eugene Brands und Ger Lataster. 1988 erschien ihr Debüt-Gedichtband *De reis naar het welkom geheten*, für den sie den C.-Buddingh-Preis bei Poetry International in Rotterdam erhielt. 1997 wurde ihr der Jan-Campert-Preis für den Gedichtband *Grondstewardess* verliehen. Seit dem Gedichtband *De wiedeweerga* (1998) schreibt sie auch für Kinder. Seit 2003 ist sie Jurymitglied des PC-Hooft-Preises. Ihre bildnerischen Arbeiten befinden sich in der Sammlung des Stedelijk Museums Amsterdam, des AMC sowie in bedeutenden Privatsammlungen in den Niederlanden und Belgien. Sie war 2010 neben Honoré d'O, Narcisse Tordoir, Ann Veronica Janssens, Gert Robijns und Jacques Charlier eine der Künstlerinnen der Ausstellung *TEGENLICHT* im SMAK in Gent.