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In diesem lebendigen Werk entfaltet sich eine beinahe traumhafte Landschaft aus reinen Farbflächen. Links erstreckt sich eine rosafarbene Wand, übersät mit kleinen, verspielten Zeichen: Spiralen, Kreuze, Wellenlinien, Pfeile und schematische Figuren – wie ein Geheimcode, den nur der Künstler vollständig entschlüsselt. Ein breiter schwarzer Strich wirbelt bogenförmig hindurch und verbindet die linke mit der mittleren Zone. Im Zentrum des Werkes ruht eine kleine, in Rot, Gelb und Blau changierende Kugel auf einem violetten Gebilde – ein stiller Blickfang inmitten all der Bewegung. Rechts davon erhebt sich eine schlanke grüne Kiefer aus feinen, gepunkteten Linien, über der hellgrünes Laub vor einem kühlen blaugrauen Hintergrund herabhängt. Am unteren Rand schließt ein Streifen farbiger Flächen das Ganze ab: Türkis mit Rautenmuster, Orangerot, Ockergelb und Grau – wie eine Erde oder ein Boden, auf dem dieses Universum ruht. Das Werk bewegt sich zwischen Abstraktion und der Andeutung einer Landschaft, zwischen spontaner Geste und durchdachter Komposition. Die Kombination aus weichen, kreideartigen Flächen, scharfen schwarzen Akzenten und kleinen, rhythmischen Details verleiht dem Werk eine spielerische und zugleich ausgewogene Energie. Ein farbenfrohes, vielschichtiges Werk, das sowohl Liebhaber zeitgenössischer expressiver Malerei als auch Sammler intuitiver, zeichnungsartiger Bildsprache begeistern wird. Elma van Haren (geb. 1954) ist eine niederländische Dichterin und bildende Künstlerin. Sie studierte an der Kunstakademie in ’s-Hertogenbosch unter anderem bei Eugene Brands und Ger Lataster. 1988 erschien ihr Debüt-Gedichtband *De reis naar het welkom geheten*, für den sie den C.-Buddingh-Preis bei Poetry International in Rotterdam erhielt. 1997 wurde ihr der Jan-Campert-Preis für den Gedichtband *Grondstewardess* verliehen. Seit dem Gedichtband *De wiedeweerga* (1998) schreibt sie auch für Kinder. Seit 2003 ist sie Jurymitglied des PC-Hooft-Preises. Ihre visuellen Arbeiten befinden sich in der Sammlung des Stedelijk Museums Amsterdam, des AMC sowie in bedeutenden Privatsammlungen in den Niederlanden und Belgien. Sie war 2010 neben anderen Künstlern wie Honoré d'O, Narcisse Tordoir, Ann Veronica Janssens, Gert Robijns und Jacques Charlier eine der Künstlerinnen der Ausstellung TEGENLICHT im SMAK in Gent.