
Gegründet in 1860 - abgebrochen in 1900
Japonismus (ca. 1860 – 1900)
Japonismus bezeichnet die europäische Faszination für die japanische Kunst und Ästhetik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Begriff entstand nach der Wiederöffnung Japans für Handel und Kulturaustausch um 1854. Europäische Künstler ließen sich von japanischen Farbholzschnitten, Keramiken,
Textilien und Objekten inspirieren, die nach Paris und London importiert wurden. Merkmale wie asymmetrische Kompositionen, flächiges Kolorit, dekorative Muster und die Betonung von Naturmotiven fanden Eingang in Malerei, Grafik und Kunsthandwerk. Der Japonismus beeinflusste Impressionisten und Postimpressionisten wie Monet, Degas und Van Gogh und spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Jugendstils.